Die Lebenskraft!

Der wesentliche Unterschied der Homöopathie zur Schulmedizin besteht im unterschiedlichen Menschenbild. Während die Schulmedizin von einem mechanistischen Ansatz ausgeht ("der Mensch ist wie eine komplizierte Maschine"), liegt der Homöopathie die Erkenntnis zugrunde, dass der Mensch ein lebendiges Wesen ist. Hahnemann nannte das Etwas, das den materiellen Körper erst zum lebenden Menschen macht, die "Lebenskraft". Man kann sie nicht sehen, man kann sie nicht messen, aber man kann ihre Auswirkungen beobachten. Sämtliche körperlichen Vorgänge, Empfindungen, Gedanken und Gefühle werden in der Homöopathie als Ausdruck der Lebenskraft betrachtet.

Was ist eigentlich Heilung? 

Es gibt eine Gesetzmäßigkeit der Heilung. Sie ist nach dem Entdecker Konstantin Hering (1800 - 1880) benannt. Die Heringsche Gesetze:

Von einem guten Heilungsverlauf kann gesprochen werden, wenn die Heilung erfolgt wie beschrieben:

1. von oben nach unten
Hier ist der tatsächliche körperliche Verlauf von oben (höchster Punkt ist der Kopf) nach unten (unterster Punkt sind die Zehen) gemeint. Das Krankheitsgeschehen nimmt im Heilungsverlauf seinen Weg von höher gelegenen Symptomen hin zu tieferen Körperstellen.

2. von innen nach außen
Die Heilung erfolgt vom Zentrum zur Peripherie, d.h. von den wichtigeren Organen zu den weniger wichtigen. Das Gemüt, die Psyche als "Innerstes" eines Menschen bessert zuerst. Anschließend folgen die lebenswichtigen Organe wie Herz, Leber, Nieren, Lungen. Dann folgt der Bewegungsapparat. Die Haut als äußerstes Organ heilt am Schluss. Als äußerste "Schicht" hat sie eine Reinigungsfunktion. Deshalb können Hautbeschwerden sehr hartnäckig sein.

3. in umgekehrter Reihenfolge des Entstehens
Krankheiten, die erst kürzlich aufgetreten sind, werden zuerst geheilt. Die Krankheitsgeschichte wird oft chronologisch rückwärts aufgerollt. Am Schluss verschwinden die Krankheiten, die man am längsten hat.

Und wie ist es bei Ihnen?